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Autor Beitrag
Thema: 10 Dinge, die ich an Dir hasse...oder auch "miese Kleinigkeiten"
GetASmile

Antworten: 32.553
Hits: 1.371.609
21.05.2010 17:03 Forum: HATE


Die Steuererklärung! Einmal im Jahr (heute!) bekomme ich einen riesigen Wutausbruch! Wieso ändern diese Idioten die Vordrucke eigentlich jährlich ab? Ich will denen doch nur sagen, wie viel Geld ich bekommen habe, wie hoch meine Werbungskosten sind und was ich für die Altersvorsorge getan habe. Mehr will ich nicht!
Aber diese blöden Vordrucke sind dafür echt ein Hindernis!
Thema: Bielefeld
GetASmile

Antworten: 2
Hits: 840
Bielefeld 18.06.2008 20:34 Forum: AUF TOUR


Hallo,

das wird jetzt mein zweites Die Ärzte-Konzert in Bielefeld. Mein erstes Konzert war in Dortmund im letzten Jahr. Da bin ich mitm Auto mit einer Freundin hingefahren. Sie ist gefahren.
Mein Vater nannte Dortmund schon eine "Höllenstadt" was den Verkehr angeht und er kennt da jemanden, der nach soundsoviel Jahren irgendwann mal gesagt hat, dass er nie wieder nach ... (bitte beliebigen Stadtnahmen einsetzen) reinfahren wird, weil der Verkehr einfach höllisch wäre. Und als er (mein Vater) damals noch so viel unterwegs war, wäre er auch häufig in ... (ein weiteres Mal den Stadtnamen einsetzen) gewesen und das wäre echt nicht toll gewesen vom Verkehr her.
Jetzt also folgendes Problem: Ich wollte gerne nach Bielefeld fahren. Dieses Mal alleine. Da die letzte Rückfahrt in Richtung Münster allerdings um 23:09 Uhr ist und ich bezweifle, dass ich um die Uhrzeit den Bahnhof erreichen kann nach dem Konzert, die nächste Fahrt erst wieder um 0:00 Uhr startet und es geschlagene vier Stunden dauert mit dem Zug nach Münster, wollte ich mal folgendes fragen:
Hat mein Vater dieses Mal recht mit der Aussage, dass Bielefeld eine "Höllenstadt" ist, was den Verkehr angeht? Ich bezweifle das irgendwie, weil es scheinbar jede Stadt (ab x Einwohnern) bei meinem Vater ist, die eine "Höllenstadt" ist. Schlimmer als Dortmund kann das doch wirklich nicht sein. Und so schlimm war es da auch nicht.
Was also sagt ihr? Kann man als Landei sich auch in Bielefeld zurechtfinden und auch nen Parkplatz ergattern?

Lieben Gruß GetASmile
Thema: freunde auseinandergelebt
GetASmile

Antworten: 31
Hits: 5.523
20.01.2008 12:21 Forum: BEUSCHEN


Das mit dem Auseinanderleben passiert leider immer dann, wenn man verschiedene Richtungen einschlägt und verschiedene Prioritäten in seinem Leben setzt. Oder auch ganz einfach, wenn man verschiedene Erwartungen an eine Freundschaft hat und seine Erwartungen an Vertrauen ganz einfach anders setzt. Es kann dann schon vorkommen, dass man wieder zueinander findet irgendwann, in manchen Fällen sind aber bestimmte Vorkommnisse so einschneidend, dass man jegliche Unterschiede und somit auch zum Teil Differenzen nicht mehr kitten kann. Es stimmt schon: als kleines Kind spielt man Räuber und Gandarme zusammen und kommt auch im Sandkasten gut miteinander zurecht. Wenn sich aber erstmal wirkliche Unterschiede auftun, die im Sandkastenalter noch nicht so deutlich zu erkennen waren, gehen viele Menschen doch getrennte(re) Wege voneinander.
Heute könnte ich nicht mehr viel mit den Menschen anfangen, die ihr Hauptaugenmerk auf Shopping und lackierte Fingernägel legen. Klar - ich komme mit den Menschen aus, aber spätestens bei dem alltäglichen Leben und der Freizeitgestaltung hätten wir verschiedene Ansichten. Ein paar Mal würde das gutgehen, danach würden wir uns irgendwie schon die Köpfe einschlagen, weil wir nicht auf einen Nenner kämen, der uns beiden gerecht würde.
Man kann mit vielen Unterschieden umgehen, wenn man gewisse gemeinsame Nenner noch finden kann, aber in dem Moment, wo man keinen gemeinsamen Nenner mehr finden kann, ist es mit der Freundschaft doch so ziemlich vorbei.
Thema: Komplimente?!
GetASmile

Antworten: 538
Hits: 58.021
12.01.2008 13:46 Forum: BEUSCHEN


Ok - es ist Jahre her, aber beim Durchlesen der letzten paar Seiten ist es mir mal wieder eingefallen. Ich war in dem Moment grade dabei den Führerschein zu machen (circa 2 Jahre her) und wir hatten Theorieunterricht. Dabei gab es immer diese Comic-Zeichnungen dazu mit irgendwelchen Situationen, die im Straßenverkehr auftauchen könnten.
Der Fahrlehrer sagte dann zu dem einen Bild ganz einfach:

"Und da sitzt jemand hinter dem Lenkrad mit einer Frisur, wie sie auch Julia hat. Ist doch hübsch oder? Also beide jetzt."

Meine Gedanken: "Ähm ja - darf ich im Boden versinken? Jetzt sofort?"

Eines mit dem ich besser umgehen kann war von einem Arbeitskollegen vor ein paar Monaten:

"Ich weiß nicht, wie du das machst, aber du lächelst jeden Tag, wenn du zur Arbeit kommst? Wie machst du das? Da muss man zwangsweise zurücklächeln."

Öhm ja? Eigentlich habe ich das noch nicht selbst bemerkt ...
Thema: Mario Barth
GetASmile

Antworten: 61
Hits: 7.892
05.01.2008 12:38 Forum: HATE


Zitat:
Ich kann verstehen, dass man ihn nicht mag. Ich finde ihn auch nicht sooo überragend, aber im Vergleich zu dem Mittermeier ist er doch noch Gold.


Stimmt. Im Vergleich zu Mittermeier ist Mario Barth echt noch ne Erholung. Wenn einer von den beiden, dann schau ich mir doch lieber den Barth an als den Mittermeier. Wobei ich für keinen von den beiden auch nur nen Cent ausgeben würde für irgendeine Show oder so.
Thema: Buttonmaschine
GetASmile

Antworten: 6
Hits: 3.223
04.01.2008 13:37 Forum: OPEN


Hallo,

danke für die Antworten.
Das "Plastikteil" hatte ich auch schon einmal ins Auge gefasst, bin aber etwas davon abgekommen, da die Buttons dabei "traurig nach unten schauen" sollen, da hinten nunmal ne Sicherheitsnadel dran ist und die Buttons somit nicht eng aufliegen.

Mit der anderen Maschine muss ich mal überlegen. Sie ist günstiger als das, was ich bisher im Internet gefunden habe. Ich weiß aber auch noch nicht, ob sich die Anschaffungskosten irgendwann dafür rentieren werden, wenn ich sowieso nur ab und zu mal nen Button machen würde.

Danke nochmal für die bisherigen Antworten,

Gruß GetASmile
Thema: Buttonmaschine
GetASmile

Antworten: 6
Hits: 3.223
Buttonmaschine 03.01.2008 17:26 Forum: OPEN


Hallo,

ich möchte mir wohl eine Buttonmaschine kaufen, um mir selbst Buttons herzustellen. Dafür habe ich mal etwas im Internet gestöbert und bin auf utopische Preise gestoßen, die mir die Sache nicht Wert erscheinen.

Darum wollte ich mal fragen, ob irgendjemand von euch eine solche Buttonmaschine hat und wenn ja, woher? Wie teuer ist / war die in ungefähr und welche Ergebnisse bringt solch ein Teil?

Gruß
GetASmile
Thema: "Ich bin doch nicht rechts, oder?"
GetASmile

Antworten: 40
Hits: 6.545
04.08.2007 13:07 Forum: POLITIK


Ich glaube, dass mein wirklicher Punkt verloren gegangen ist. Also noch mal: Die Integration liegt nicht alleine in der Hand der Politik und des Staates. Auch diejenigen, die hier leben wollen, haben ihren Teil beizutragen.
Mich kotzen diese Aussagen an, dass der Staat mehr für Integration tun soll und keine weiteren – dies unterstützenden – Aussagen dazu getroffen werden. Zunächst einmal ist also alles schlecht, was der Staat macht, die Politiker sind eh alle – ausnahmslos – scheiße und die Macher der heutigen Integrationspolitik sind unfähig. Toll – aber was soll der Staat denn für Integrationsangebote machen? Wie soll die Integrationspolitik verbessert werden? Wie kann man bessere Integration machen?
Mit einfachen Schlagworten wie „Stadtentwicklung“ ist noch nichts getan. Hinzukommend wird dann auch noch davon ausgegangen, dass die Städte quasi im Geld „schwimmen“ und dadurch die antizyklischen Möglichkeiten haben, wie sie von versch. Wirtschaftswissenschaftlern gefordert werden.
Die Stadtentwicklung liegt nur zum Teil in der Hand der Kommunen. Die Kommunen können NICHT festlegen, wer wohin zieht, können NICHT festlegen, wer an wen eine Wohnung vermietet. Auch hat die Stadt wenig Einfluss darauf, ob jetzt die Deutschstämmigen wegziehen oder nicht. Auch auf die innere Gesinnung der Menschen hat die Kommunalverwaltung keinen Einfluss. Auch kann die Kommune nur schlecht darüber wachen, ob jetzt eine ausländische Familie nicht gegenüber einer deutschen Familie benachteiligt würde von einem Vermieter.
Ebenso sind dem kommunalen Wohnungsbau erhebliche Grenzen gesetzt. Genau auch in den Gebieten, in denen Asylbewerberheime gebaut werden, zieht es plötzlich die inländischen Bewohner des „Stadtbezirkes“ weg. Die Preise für die Wohnungen dort sinken und sinken und sinken, genauso als stünde neben der vormals guten Wohnung plötzlich ein Industriebahnhof. Mietpreise sinken dort, genau weil die Kommune eben keinen Einfluss auf die Denkweise der Menschen hat. Verfehlte Stadtplanung? Ah ja!
ABER DENNOCH: der Staat ist scheinbar schuld! Die Kommunen sind schuld.
Ich habe nie von irgendwelchen Sanktionen gesprochen, sondern davon, dass ich diese Standardaussage, dass der Staat doch gefälligst Schuld sein soll, einfach nicht mehr abhaben kann. Insbesondere dann nicht, wenn einfach nur irgendwelche Stichworte in den Raum geworfen werden und nicht ein einziges wirklich ausformuliertes Argument auch in Anbetracht der Realität geleistet wird.
Ich weiß, dass der Staat nicht allererste Sahne ist. Ich weiß, dass es haufenweise blödsinnige Gesetze gibt. Ich weiß, dass die Politiker nicht alle gut sind. Ich weiß, dass der Staat nicht alles richtig macht, aber diese komplette Standardablehnung kotzt mich an. Ich weiß, dass man mit vielem unzufrieden sein kann hier. Ich weiß auch, dass nicht alles richtig läuft, aber wenn ihr den Job des Politikers doch so toll machen könnt, dann beweist hier doch, dass ihr auch schlüssige Argumente habt und nicht nur dahingeworfene Stichpunkte, die wirklich null Aussagekraft haben.
Also:
1. Wie kann die Stadtentwicklung und –planung verändert werden?
2. Wie kann Integration dadurch verbessert werden?
Viel Spaß!
Thema: "Ich bin doch nicht rechts, oder?"
GetASmile

Antworten: 40
Hits: 6.545
29.07.2007 19:37 Forum: POLITIK


Zitat:
Ghettoisierung ist ein Ansatzpunkt für den Staat, da können die Einwanderer nichts dran ändern.

Klar können die Einwanderer dagegen nichts tun. Sie müssen dort hinziehen, wo sie sich das Leben leisten können und da können sie selbst wenig Rücksicht darauf nehmen, ob es jetzt ein Haus oder eine Wohnung innerhalb dieser „Ghettos“ ist oder nicht. Der Staat kann allerdings auch nicht mit einem Höchstpreis in das Mietpreisniveau beispielsweise eingreifen. Kopflos irgendwelche Subventionen zu geben oder Höchstpreise anzugeben, ist rein wirtschaftlich gesehen nicht die Lösung, da das auch auf andere Dinge Einfluss nimmt. Wie soll der Staat dann aber sonst die Ghettosierung anpacken?
Zitat:
Eine der beiden Lehrerinnen in Integrationskursen (...) schilderte übrigens einen Fall, wo einer Frau von ihrem Mann verboten wurde, zu den Intagrationskursen zu gehen.

Da schränkt der Mann aber auch die Freiheit seiner Frau ein. Da werden die Rechte der Frau, wie es sie in diesem Land gibt, eingeschränkt. Wie soll der Staat dann auf soetwas reagieren? Gesetzliche Bestimmungen, dass es nicht so sein darf, gibt es. Aber was willst du sonst tun? Es werden Frauenhäuser angeboten und bei der Diakonie oder ähnlichen Einrichtungen kann man sich auch beraten lassen. Außerdem gibt es in (fast) jeder Kommune eine Gleichstellungsbeauftragte und es werden zu einem Großteil auch Dolmetscher gestellt, wenn es wirklich nicht anders geht. Eine Frau, die von ihrem Mann an der Teilnahme eines Integrationskurses gehindert wird, kann trotzdem sich Hilfe holen.
Zitat:
Und es ist wirklich schön, dass du eine andere Sprache lernen würdest, wenn du in ein anderes Land gezogen wärst - aber andererseits, wieso solltest du hier weg wollen? Du lebst anders als die meisten Menschen in einem der reichsten Länder der Welt. Nur es geht hier nicht um dich und auch wenn du etwas machen würdest, kannst du es noch lange nicht von anderen Leuten erwarten.

Um den Reichtum eines Landes geht es hierbei gar nicht. Das ist nicht im Ansatz der Punkt, der bei der eigenen Integrationsbereitschaft zu betrachten ist.
Zitat:
Ob und wie gut jemand deutsch lernt, ist ihm selbst überlassen. Davon abgesehen nerven deine Heile-Welt-Beiträge, in denen du die Situation der hier lebenden Ausländer komplett ausblendest und dich dann wunderst, warum die tollen Sprachkurse nicht belegt werden.

Ich blende die Situation der hier lebenden Ausländer nicht komplett aus, sondern betrachte die Situation auch mal von einer anderen Sichtweise – der Sichtweise der Kommunalen Einrichtungen und auch beispielsweise der Verkäufer in einem Laden. Amtssprache ist und bleibt hier nunmal Deutsch. Ich bezweifle irgendwie bei deinem ersten Satz auch, dass du je in die schwierige Lage gekommen bist, dich mit jemandem auseinander setzen zu müssen (von Berufs wegen), der kein Wort oder nur sehr schwer Deutsch spricht. Ich kann dabei auf der Arbeit nicht einfach den Menschen nach Hause schicken. Ich habe bei meiner Arbeit Gesetze zu beachten und kann nicht einfach sagen, dass es jedem Menschen selbst zu überlassen ist, wie gut sich derjenige verständlich machen kann. Ich kann nicht zu jedem zweiten oder dritten Gespräch einen Dolmetscher hinzurufen, der auch Geld kostet. Ich kann nicht zwanzig oder mehr Wörterbücher in mein Regal stellen. Das ist eine Sache der Unmöglichkeit und löst das Problem auch nicht. Wenn bei allen ausländischen Mitbürgern eine solche fehlende Bereitschaft des Spracherwerbs zu finden wäre, wie du ihn im ersten Satz darstellst, dann müsste ich mehr als nur 10 verschiedene Sprachen lernen. (Komisch – da müsste ich hier die Sprachen derjenigen lernen, die hier herkommen – eigentlich wäre es ja einfacher und unbürokratischer (?), wenn diejenigen die hiesige Sprache lernen würden.)
Zitat:
Wenn vor dem Gesetz tatsächlich niemand wegen seiner Sprache, Heimat und Herkunft benachteiligt werden darf, sollte man dieses ganze ausländerfeindliche Regelwerk erstmal komplett abtragen und danach vielleicht nochmal über Sprachkurse reden.

Du meinst also, dass erst dann von (beispielsweise) Amtsseite (kommunale Einrichtungen) ein Anspruch darauf gelegt werden kann, dass ein ausländischer Mitbürger Deutsch spricht, wenn der Aufenthaltstitel komplett geklärt ist? (Abgesehen davon, dass ich es auch diskriminierend finde, wenn ein Mensch alle drei Monate zum Amt muss, um die Duldung zu verlängern). Schließlich hast du aber gesagt, dass erst dann über Sprachkurse geredet werden sollte, wenn das Regelwerk (die Gesetze) geändert sind. Das finde ich ist auch nicht der richtige Weg. Bis dahin sagen wir scheinbar einfach mal, dass es in Ordnung ist, wenn sich manche Leute leider nicht verständlich machen können und ihr fünfjähriges Kind übersetzen lassen müssen.
Dazu sage ich dann mal: Gut, dass wir drüber gesprochen haben?!
Thema: "Ich bin doch nicht rechts, oder?"
GetASmile

Antworten: 40
Hits: 6.545
21.07.2007 12:20 Forum: POLITIK


Zitat:
Da müsste man sich wieder die Einzelschicksale betrachten. Fallen die Integrationskurse vielleicht in ihre Arbeitszeit? Sie sind vielleicht froh, dass endlich Arbeit gefunden haben und können dann schon wieder eine Zeit lang nicht arbeiten? Muss natürlich nicht sein, in jeder Nationalität gibt es Leute, die immer und über alles meckern. Aber bei deiner Schilderung fallen mir zwei Dinge positiv auf:
1.: Sie können schon ein bisschen Deutsch.
2.: Sie reden untereinander Deutsch.


Die Integrationskurse sind zu verschiedenen Zeiten. Es gibt welche für morgens, nachmittags und abends. Da wäre es eigentlich kein Problem das ganze auf sich und seine Bedürfnisse abstellen. Außerdem kann man auch seine Kleinkinder und Babys dorthin mitbringen. Eine Pädagogin passt für die Zeit auf die Kinder auf und malt und spielt mit ihnen. Zu dem zweiten positiven Punkt. Sie reden ein Mischmasch aus Deutsch und ihrer eigenen Sprache. Ich sehe, dass sie sich aufregen und den Schrieb der Stadt in den Händen halten, auf welchem sie aufgefordert werden einen Kurs zu besuchen. Ich höre, wie der Name des Sachbearbeiters fällt und ich höre, wie sie am schimpfen sind. Ich höre Sätze wie „Da ich nicht hingehen. Was sollen ich da? Genug deutsch – nicht mehr.“.
Das ist mir unverständlich. Wollte ich in einem anderen Land leben, wollte ich die Sprache lernen. Ich wollte mit dem Geld umgehen lernen. Ich wollte die Sprache lesen und schreiben können, um auch meinen Kindern eine gute Grundlage zu bieten. Schließlich werden diese mit einer Bewerbung auch nur dann Erfolg haben, wenn sie in der Amtssprache des jeweiligen Landes eine gute „Figur“ machen.
Worum es eigentlich ging:
Der Staat kann für die Integration nur die Hand hinhalten, aber das Annehmen der Hand muss von der anderen Seite geschehen. Das Angebot ist da, aber die Annahme des Angebotes muss von der anderen Seite gewollt sein. Niemand erwartet dabei das Aufgeben der eigenen Lebensweise und Kultur. Das geschieht auch längst nicht dadurch, dass man eine fremde Sprache lernt. Dadurch soll man ja seine Wurzeln auch nicht aufgeben. Man soll sich nur etwas offener machen. Es ist einfach zu sagen, dass es vom Staat nicht genügend Angebot für Sprachkurse gäbe. Das ist aber so nicht richtig. Es gibt das Angebot. Zudem gibt es auch andere Möglichkeiten eine fremde Sprache zu lernen. Es gibt hier beispielsweise auch einen Sportclub ausländischer Mitbürger, in welchem lediglich deutsch miteinander gesprochen wird. Da gibt es auch spezielle Gruppen für Frauen, wenn diese unter sich bleiben wollen. Ich sage es mal so: Gehe ich in ein fremdes Land, mache ich es nicht zur Aufgabe des Staates mich zu integrieren. Ich muss das selbst tun. Gerne nehme ich die Hand des Staates an und nehme die Möglichkeiten, die er mir bietet oder bieten kann an, aber ich erwarte nicht, dass der Staat von Beginn an meine Hand nimmt und mich – ähnlich einem Kleinkind – durch die ersten fünf Jahre geleitet.
Thema: "Ich bin doch nicht rechts, oder?"
GetASmile

Antworten: 40
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21.07.2007 11:44 Forum: POLITIK


Zitat:
Ich weiß, dass viele es sich leicht vorstellen, in ein neues Land zu kommen und dann dort sofort die Sprache zu lernen. Aber wenn man in einem Stadtteil wohnt, in dem überwiegend Menschen leben, die auch nur meine Muttersprache sprechen, stelle ich es mir wahnsinnig schwer eine Zweitsprache zu lernen, die einer völlig anderen Sprachfamilie angehört. Da geht es ja meist schon mit dem Alphabet los. Und wenn ich dann noch entweder in eben demselben Stadtteil arbeite, in dem ich wohne und demzufolge auch auf Arbeit nur Kontakt mit Menschen habe, die nur meine Muttersprache sprechen oder zu Hause bleibe, wie es die meisten Mütter tun, dann wird es wohl nicht einfach, denn ich hab ja gar keinen Kontakt zu Menschen, die meine Zielsprache als Muttersprache sprechen.

Doch – ich weiß, wie schwer es ist eine andere Sprache zu lernen (auch, wenn sie einen anderen Sprachursprung hat), aber um alleine Einkaufen zu gehen ist es schon notwendig, sich wenigstens mit dem Geld auseinander zu setzen. Das ist unabdingbare Voraussetzung und alleine zum Wohle der Kinder sollte man dann auch innerhalb der Familie beide Sprachen sprechen. Klar ist das schwer, aber es gibt genügend Beispiele, wo die Leute das schaffen, weil sie sich eben Mühe geben wollen und das auch tun. Ich erwarte auch nicht, dass die Leute sofort eine fremde Sprache erlernen. Ich erwarte nur, dass sie diese Sprache nach 10 Jahren etwas gelernt haben.
Zitat:
Dann habt ihr wohl nicht sehr viele Neueinwanderer in eurer Gemeinde, denn diese sind zur Teilnahme an den Sprachkursen verpflichtet (es sei denn, es besteht kein Integrationsbedarf, so z.B. bei Einwanderern mit Universitätsabschluss und Deutschkenntnissen) und auch schon länger in Deutschland lebende Einwanderer, die Sozialleistungen empfangen, können zur Teilnahme verpflichtet werden.

Ich wohne in einer kleinen Stadt, in der ein sehr hoher Anteil von ausländischen Mitbürgern leben. Viele Neueinwanderer kommen heute wirklich nicht mehr. Dazu ist die ausländerfeindliche Mitbürgerschaft etwas zu groß – alleine schon daran zu sehen, dass jedes Jahr an Hitlers Geburtstag ein großes Polizeiaufgebot aus den größeren anliegenden Städten hergebracht wird, damit sich rechts und links nicht wieder die Köpfe einschlagen. Dennoch zeigt der Integrationsbericht, dass ein Großteil sowohl der deutschen als auch ausländischen Bevölkerung mit der Integration zufrieden ist. Das kann ich nur schwerlich glauben, weil der Ausländerbeirat komplett untergegangen ist innerhalb der letzten Jahre. Auch kann ich es bei dem Ansatz von Ghettoisierung nicht glauben, der in dem Bericht aufgezeigt wird.
Klar müssen ausländische Mitbürger an den Sprachkursen teilnehmen, aber sie müssen dort auch nur teilnehmen und nicht zeigen, dass sie die deutsche Sprache lernen wollen. Manche gehen da nur hin, weil sie vom „Amt“ dazu gezwungen wurden und kommen nach dem Sprachkurs mit sehr sehr wenig heraus. Das ist traurig.

(Rest in 30 Minuten)
Thema: "Ich bin doch nicht rechts, oder?"
GetASmile

Antworten: 40
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20.07.2007 17:05 Forum: POLITIK


Zitat:
Ich wäre eher dafür sie zu integrieren als sie auszustoßen, aber jedem das seinige.


Zitat:
Von denen, die nicht arbeiten würden die meisten gerne Arbeiten, haben aufgrund der Unfähigkeit zu Integratiom des deutschen Staates aber leider nicht die Chance dazu. Schon länger in Deutschland lebende Ausländer mit Intagrationsbedarf dürfen an den Kursen z. B. nur teilnehmen, wenn grad noch Plätze frei sind, was natürlich viel zu selten der Fall ist.


Ach du meine Güte! Da fällt mir wirklich die Kinnlade herunter, wenn ich soetwas sehe! Der Großteil der Integration liegt bei den Leuten, die in diesem Land leben wollen und nicht bei der restlichen Bevölkerung. Das hört sich jetzt hart an, aber wenn ich in ein anderes Land gehe, dann liegt es an MIR die Sprache zu lernen. Es liegt an MIR mit den Leuten dort auszukommen. Es liegt an MIR mir meine Perspektiven zu schaffen. Das sind MEINE Aufgaben.
Sicher – dafür braucht man Sprachkurse zum Beispiel, aber ich weiß auch, dass in meiner Gemeinde die VHS große Schwierigkeiten hat, einen Sprachkurs auf die Beine zu stellen, weil eben die Nachfrage fehlt. Diejenigen, die einen Antrag auf Einbürgerung stellen, müssen auch einen Sprachkurs belegen und regen sich an der Bushaltestelle in gebrochenem Deutsch darüber auf, dass man sie doch dazu zwingen würde und sie das doch gar nicht wollten.
Ich habe auch einen Sommer lang Erdbeeren verkauft und musste feststellen, dass mir zum Teil eine Hand mit Geld hingehalten wurde und mit der anderen auf ein Schälchen mit Erdbeeren gezeigt wurde. Ich hatte größte Schwierigkeiten der einen oder anderen Familienmama klar zu machen, dass das Geld in der einen Hand nicht für das Schälchen ausreichen würde. Das ist niederschmetternd. Das finde ich schlimm!
Integration ist auf meiner Seite der Teil, dass ich einem Menschen sage, dass er willkommen ist. Integration ist aber viel mehr, dass derjenige, der willkommen ist, auch seinen Teil hinzugibt. 80 bis 90 Prozent der Integration liegt auf der anderen Seite. Es ist sozusagen eine Bringschuld des anderen und keine Holschuld auf meiner Seite.
Thema: unzuverlässiges Verhalten
GetASmile

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Hits: 1.729
10.07.2007 18:31 Forum: HATE


Tja - Unzuverlässigkeit. Mein Ex hat es nur einmal gewagt mich bei strömendem Regen am Bahnhof stehen zu lassen. Dazu ist vielleicht eine weitere Erklärung nötig:
Ich fahre 3 Stationen mit dem Zug zu der nächsten größeren Stadt, er fährt zeitgleich (wenn ich in den Zug steige) mit dem Auto los (oder sollte es eigentlich), damit wir uns quasi in der Mitte treffen. Naja - eigentlich sollte das so sein. War aber nicht so. Ich durfte selbst noch am Bahnhof 20 Minuten warten und dann schreibt er mir feige eine SMS, dass er nicht kommen könnte. Ich stehe da ohne viel Geld in der Tasche, der letzte Zug nach Hause ist weg, keiner kann mich abholen, von Busverbindung ganz zu schweigen. DAS ist Unzuverlässigkeit in Person! Und solch ein Verhalten wird von mir gnadenlos zusammengefaltet! Da ist es mir auch komplett egal, wie viel Geld ich am Handy vertelefoniere.
Soetwas hasse ich wie die Pest. Das mache ich doch auch nicht. Wenn ich weiß, dass ich zu spät kommen werde, rufe ich an. Wenn ich weiß, dass ein Termin doch nicht wahrgenommen werden kann, rufe ich mindestens vier Stunden vorher an (es sei denn, dass dann tiefste Nacht ist).
Ich kann es nicht ausstehen, wenn jemand unpünktlich ist, weil derjenige sich nicht bequemen konnte ins Auto zu steigen oder früh genug aus dem Haus zur Bushalte zu gehen.
Ich stelle niemanden unter Zwang, ich erwarte nur ein gewisses Mindestmaß an Zuverlässigkeit.
Leider Gottes ist das oben genannte Beispiel kein Einzelfall. Es kommt mir manchmal so vor, als würde ich komplett naiv sein, wenn ich erwarte, dass ich mich auf andere Leute verlassen kann. Es scheint aber in Mode zu sein, nach dem Motto zu verfahren "komm ich heut nicht, komm ich morgen! Ich bin halt Spontan!"
Ich habe ja nichts gegen Spontanität einzuwenden, aber auch nur solange, wie sie nicht auf Kosten von anderen Leuten geht und man nicht andere Leute vor den Kopf schlägt.
Mein Vater hat beispielsweise eine Reise online gebucht vor ein paar Tagen für sich und ein paar Bekannte. Ich habe ihn gefragt, ob er nicht eine Reiserücktrittsversicherung abschließen möchte und nicht zunächst das Geld der Bekannten auf dem Konto haben möchte. Er sagte nur, dass er sich darauf verlassen kann, dass das klappt und dass die Leute auch dafür grade stehen, wenn es nicht klappt. Das will ich auch mal haben. Ich würde in jedem Fall mittlerweile erst das Geld haben wollen und dann auch trotzdem noch eine Reiserücktrittsversicherung abschließen.
Thema: Komplimente?!
GetASmile

Antworten: 538
Hits: 58.021
03.06.2007 17:19 Forum: BEUSCHEN


Hm - ich kann mit Komplimenten nur sehr schwer umgehen. Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll und werde erstmal knallerot, auch wenn es dafür überhaupt keinen Grund gibt.
War auch toll in einem Vorstellungsgespräch: "Sie haben ja ganz grüne Augen. Die sind schön." Und ich werde einfach nur knallrot und weiß nicht, was ich sagen soll.
edit: außer einem Danke ist mir auch nichts eingefallen. Kann noch nicht mal sagen, woher ich diese Augenfarbe habe, weil es niemanden in der Familie mit grünen Augen gibt.
Thema: Tour 2007
GetASmile

Antworten: 305
Hits: 31.349
03.06.2007 17:15 Forum: AUF TOUR


Geil, geil, geil.

Aber ein schönes Konzi in Münster oder Osnabrück wäre natürlich auch noch was tolles. Aber mal schauen ...
Thema: 10 Dinge, die ich an Dir hasse...oder auch "miese Kleinigkeiten"
GetASmile

Antworten: 32.553
Hits: 1.371.609
26.05.2007 16:02 Forum: HATE


- dass ich meine Klappe nicht halten konnte am letzten montag
- dass ich mich von der Vergangenheit nicht so einfach verabschieden kann, wie ich es gerne haben würde
- dass mich zu viele Dinge an die Vergangenheit erinnern
- dass ich mich selbst viel zu häufig dazu bringe, die Vergangenheit präsent werden zu lassen
- dass ich mich auf Leute verlassen habe, die es nicht wert waren (drei an der Zahl)
- dass ich mit der Enttäuschung nicht umgehen kann
- dass ich das Theater nicht durchschaut habe, wobei es im Nachhinein doch so offensichtlich war.
- dass es ein halbes Jahr her ist und ich mich trotzdem mit diesem Scheiß beschäftige
(Acht Dinge, die ich unter anderem an mir hasse)
Thema: Politische Einstellung des Partners
GetASmile

Antworten: 30
Hits: 3.691
18.05.2007 13:19 Forum: BEUSCHEN


Zitat:
Und zu den anderen Dingen, die CountnessB geschrieben hat - mich haben einige Sätze auch stutzig gemacht. Aber ich denke, es ist möglich, dass sich im Laufe des Lebens sehr komplizierte und verstrickte Beziehungskisten entwickeln, die ich und vielleicht auch GetASmile mit Anfang 20 noch nicht in dem Ausmaß erlebt haben. Daraus können sich dann schon Verhaltensweisen ergeben, die für Außenstehende unverständlich sind. (Das nur, damit sich der Thread besser nicht zu sehr in die Richtung "Ey, was? Wie bist du denn drauf?" entwickelt


Na da bin ich froh darüber, dass ich nicht alleine bin damit, dass ich zwischendurch etwas stuzig war. Klar hab ich jetzt erstmal noch ein paar Jahre vor mir, die ich mit Lebenserfahrung füllen muss, und heute lässt sich einfach sagen, dass ich irgendwelche Fehler nie machen würde. Ich habe gerade erst einen solchen Fehler (2 Jahre) hinter mir, bei dem ich mir gedacht habe, dass ich ihn nie machen würde. Das würde jetzt aber in eine ganz andere Richtung führen. Ich will jetzt nicht sagen, dass du ContnessB jetzt Fehler machst. Ich habe nur kein anderes Wort gefunden. Fehler passt bei meiner Sache auch nicht wirklich in den Zusammenhang.
"Ey, was? Wie bist du denn drauf?" wollte ich konkret vermeiden!

Zitat:
Nur um mal nachzuhaken: Macht es denn tatsächlich einen Unterschied, ob der Partner eine divergierende politische Meinung hat oder ob er sie artikuliert?

Naja – sowohl das eine als auch das andere. Es fällt mir schon schwerer mit jemandem umzugehen, der seine Abneigung allgemein gegenüber anderen Menschen wirklich äußert, als wenn er sie einfach für sich behalten würde. Wobei eines wie anderes auf gleiches hinausläuft. Einen wirklichen tatsächlichen Unterschied macht es nicht. Da hast du Recht.

Zitat:
Nein, es ist einfach so, daß ich, wenn ich von ihm was "haben" will oder was erreichen muss bei ihm, daß nicht so direkt machen kann, ich muss ihn "manipulieren" auch wenn das in dem zusammenhang ein böses wort ist. Ist schwierig zu erklären.


Ah – ich denke, dass ich weiß, was du meinst.

Zitat:
Braucht es nicht. Ich lass mich nicht schlagen oder dergleichen, keineswegs, da brauchst dir keine sorgen machen, alles lass ich mir auch nicht gefallen.

Die Sorgen hatte ich eigentlich nicht.
Zitat:
Es geht hier weniger um materielle Dinge, sondern hauptsächlich darum, daß ich mich durchsetzten muss bei ihm und das geht manchmal am besten, wenn ich einen schritt zurückmache, wie oben erwähnt um dann beim nächsten mal zwei nach vorne zu gehen. Wenn ich mal etwas schlucken muss hab ich andererseits wieder beim nächsten mal, etwas worauf ich rumtreten kann so auf die Art: Du schuldest mir noch nen GEfallen.

Ich denke, dass daran nichts Schlimmes dran auszusetzen ist. Das macht jeder Mensch auf die eine oder andere Art und Weise. Das gehört zum Zusammenleben dazu.
Zitat:
Ohja. Ich hätte mir Anfang 20 auch nicht denken können, daß ich so leben werde wie jetzt, obwohl es mir im Prinzip sehr, sehr gut geht, ich kann mich nciht beschweren. Aber ich hab halt einschränkungen. Wir sind jetz sieben jahre zusammen und hatten viel STreß miteinander, aber durch so einzelen sachen, wächst man irgendwo zusammen. Ist ganz komisch.

Sorry jetzt, das hat alles nix mehr mit politik zu tun, aber ich wollte das nicht so stehen lassen


Ne – das nehme ich dir jetzt auch nicht übel. Wie schon oben gesagt. Wir müssen erstmal noch etwas leben, um zu wissen, wie der Hase läuft. Was ist 20 schon für ein Alter?

Dann sage ich auch noch mal etwas, was nicht direkt hier rein passt:
Ich hatte zunächst meine Befürchtungen, dass ich mich komplett in die Nesseln setzen würde und wollte zunächst auch gar nicht schreiben, weil ich mich in anderen Threads schon so ziemlich in die Nesseln gesetzt habe. Ich weiß, dass ich in vielen Momenten nicht direkt den Ton treffe, der eigentlich angebracht wäre und, dass andere Leute dann eingeschnappt sein könnten. Ich bin ziemlich froh darüber, dass ich hier jetzt niemandem direkt auf den Schlips getreten bin, weil ich als junges Küken natürlich auch noch nicht alles weiß und keine Urteile über andere Menschen als ganzes fällen möchte. Dankeschön also an CountnessB, dass du mir nichts übel genommen hast (hoffe ich).
Thema: 1 Mai Dortmund "Kein Bock auf Nazis"
GetASmile

Antworten: 6
Hits: 1.864
17.05.2007 13:33 Forum: ANTIFA


Also wenn man deinen Ausführungen Glauben schenken darf ... ich finde es ist kein großer Erfolg, wenn man auf der selben Stufe wie die Nazis mit einer solchen Gewalt reagiert, dass man sich Straßenkämpfe mit der Polizei liefert und irgendetwas anzündet.
Unter einem Erfolg verstehe ich etwas anderes.
Thema: Politische Einstellung des Partners
GetASmile

Antworten: 30
Hits: 3.691
17.05.2007 11:28 Forum: BEUSCHEN


Ich kenne dich nicht. Das stimmt. Ich habe mich nur mal gefragt, wie das bei mir wäre und ich muss sagen, dass ich die politische Meinung als etwas sehr Wichtiges betrachte, weil die eigenen Wünsche und Vorstellungen eng damit verknüpft sind. Ein CDU-Mensch tickt beispielsweise komplett anders als ein Liberaler oder Grüner. Keiner von den dreien ist jetzt schlecht (das will ich nicht sagen). Ich finde nur, dass die politische Einstellung viel mit den eigenen Gedanken und der eigenen Persönlichkeit zu tun hat. Politik ist für mich ein Punkt, der einen Menschen prägt, genauso wie es auch die Erziehung und das Umfeld machen. Bei vielen Diskussionen mit anderen Sichtweisen kommt man selbst auch mal auf andere Ideen, lernt andere Standpunkte kennen und denkt über Möglichkeiten nach, die man selbst nicht beachtet hat. Das macht das ganze so interessant.
Dennoch – manche Standpunkte haben für mich etwas, das ich nicht nachvollziehen kann. Wenn ich ein Gespräch zweier Leute anhöre, die nationalsozialistisch angehaucht sind und sie zum einen darüber reden, dass die Ausländer ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen, wenige Minuten später es aber auch die Ausländer sind, die auf Kosten des Staates leben und die Sozialleistungen einkassieren, weil sie hier ja auch nicht arbeiten gehen, verschlägt es mir die Sprache. Das zeugt von wenig Intelligenz (aus meiner Sicht) und wenig Weitsichtigkeit. Das ist eben der andere Punkt.
Das ist natürlich jetzt ein etwas härteres Beispiel, aber wenn ich mir durchlese, dass dein Freund einen Unterschied zwischen Ausländern und Deutschen macht, finde ich das schon bedenklich. Wenn deiner Aussage nach die Ausländer schon eher „schlecht“ sind als es z. B. ein Deutscher wäre, finde ich das noch bedenklicher.
Das soll kein Urteil über deinen Freund sein. Ich weiß nicht, wie er sonst ist und wie häufig es ihn packt über ausländische Mitbürger schlechter zu reden.
Ich habe dazu mal eine Frage. Hast du mit ihm irgendwann mal richtig diskutiert? Hast du wirklich mal alle politischen Differenzen auf den Tisch gelegt und habt ihr euch darauf eingelassen wirklich bis zum Ende (?) über die unterschiedlichen Auffassungen zu reden?

Zitat:
Nur ich habe gelernt mir zu holen was ich will und zwar von hinten rum. In jeglicher Beziehung. Und manchmal bin ich dadurch ein richtiges Arschloch. DAs weiß mein Freund auch und wirft es mir immer an den Kopf. einerseits bin ich tolerant und schluck sehr viel, was er mir vorgibt, andererseits komm ich bei ihm mit dieser haltung auch sehr weit, weil ic hdadurch mir wieder andere Sachen rausnehmen kann, die kein andere mir durchgehen lassen würde.
Aber das ist leider alles schon sehr offtopic. Also ist es schon so ein bissel richtig was du sagst. Ich setz mich durch, nur anders.

Was genau meinst du mit „hinten rum“? Das verstehe ich nicht so wirklich. Ich glaube aber auch, dass es nicht wirklich „offtopic“ ist. Es geht in diesem Thread ja um politische Ansichten des Partners und genau darüber reden wir. Dass das auch mit den eigenen Handlungsweisen zu tun hat, ist klar.

Zitat:
Ich kann machen was ich will indem ich mir viel gefallen lasse.

Der Satz macht mir Angst! Erklärst du mir, wie du das meinst?
Thema: Politische Einstellung des Partners
GetASmile

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16.05.2007 18:17 Forum: BEUSCHEN


Zitat:
Original von CountnessB
Ich konnte nach ner dreijährigen Beziehung den VAter meines Kindes nicht mehr verlassen, ganz einfach.

ich habe mir die letzten Postings durchgelesen und will nicht viel dazu sagen. Nur eine Sache:
Wieso geht mir gerade dieser Satz so ganz quer runter? Und bin ich da allein mit dem "quer runtergehen"?

Edit:
Ich sollte vielleicht doch mehr schreiben. Es tut mir leid, wenn ich diesen einen Satz alleine aus dem Zusammenhang reiße, aber in diesem einen Satz schwingt für mich eine gewisse Unsicherheit mit. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt wirklich richtig sehe und ich will dich auch gar nicht angreifen.
Ehrlich gesagt finde ich es schon toll, dass du mit deinem Freund normal umgehen kannst, ohne mit ihm ständig diskutieren zu müssen. Ich könnte das nicht. Ich würde so einer Person regelmäßig den Kopf waschen und das Thema alleine schon mehrmals täglich auf den Tisch bringen. Meine Ehrfurcht davor, dass du dich so zusammenreißen kannst.
Auf der anderen Seite habe ich aber keine Ehrfurcht, weil ich das Gefühl habe, dass bei zu viel (?) Toleranz die eigenen Standpunkte auf der Strecke bleiben.
Ein Beispiel: Ich stehe auch neben einem Raucher und toleriere, dass er sich langsam aber sicher mit den Zigaretten umbringt. Ich habe aber meinen eigenen Standpunkt und bin nicht intolerant, wenn ich erwarte, dass er sich in seinen eigenen vier Wänden umbringt und mich nicht mitvergiftet.
Ich glaube, dass mein Standpunkt (gegen Rauchen) auf der Strecke bleiben würde, würde ich für meine Vorstellungen nicht auch eintreten würde. Es ist schön und gut, wenn man diskutieren kann und gewisse andere Vorstellungen sind auch akzeptierbar (z. B. das andere Menschen rauchen oder Alkohol trinken), aber meine Vorstellungen dazu müssen auch ganz klar auf dem Tisch liegen!
Was nützt mir mein Standpunkt, wenn ich ihn nicht vertrete und lieber im Hintergrund behalte? Was nützt mir mein Standpunkt, wenn ich ihn quasi unterdrücke, weil ich zu viel Toleranz gegenüber anderen Menschen übe, die eine andere Sichtweise haben? Ich würde mich an meinem eigenen Standpunkt „verschlucken“ und ihn unwichtig werden lassen.
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